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Thema: Sinn von Marketing

  1. #1
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    Sinn von Marketing

    Liebe Forum-Mitglieder,
    studiere momentan Mathematik/BWL und überlege, mich später in Richtung Marketing zu orientieren. Hab mich in letzter Zeit aber auch mit vielen anderen Dingen beschäftigt und bin dabei auf die folgende Frage gestoßen (die mir Leute aus der Praxis vielleicht beantworten können :-) ):
    Im Marketing versuchen wir doch Leute dazu zu bewegen, Dinge zu kaufen, die sie nicht zum Leben brauchen, oder? Das, was wirklich notwendig ist, kaufen sich die Leute ja auch so. Und das Meiste, was verkauft wird, wurde irgendwo produziert, hat Rohstoffe verbraucht. Wenn wir jetzt mal in Betracht ziehen, dass bereits 90% der Fische aus den Weltmeeren gefischt wurden, dass die „Lungen der Erde“ ebenso wie die Ölvorräte (und Öl wird ja momentan direkt oder indirekt für die Produktion von allem möglichen verwendet) schwinden, muss es dann nicht gegen unser Interesse sein, dass Leute etwas kaufen, dass sie nicht brauchen, was aber einen Planeten verbraucht, den sie brauchen. Und erst recht, dass wir dieses Verhalten noch zu fördern versuchen?

    Könnt ihr mich da beruhigen?

    mkITtrue

  2. #2
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    Ich frage mich beim besten Willen, was so etwas hier im Forum zu suchen hat.

    Abgesehen davon: Du sprichst vom "Marketing" so allgemein, dass eine vernünftige Antwort auf deine Fragen überhaupt nicht möglich ist.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Wanderer Avatar von JonasB
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    Naja, das kommt drauf an, wie man "zum Leben brauchen" definiert. Zum Leben braucht man eigentlich nur Luft, Trinkwasser und Essen. Alles andere braucht man nicht, aber es macht das Leben einfacher und angenehmer.

    Langfristig kann man für diesen Wohlstand natürlich nicht endlichen Ressourcen ausbeuten, aber deswegen nichts mehr zu verkaufen ist denke ich der falsche Weg. Stattdessen sollte man lieber überlegen, wie man den Wohlstand erhöhen kann, ohne den Planeten auszubeuten.
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  4. #4
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    Henri: Ja, du hast recht, die Formulierung ist zu allgemein. Das ist mir beim späteren Nachdenken über meinen Beitrag auch aufgefallen. Ich meinte Marketing hier im "alten" Sinne, also als Vermarktung von Produkten( Güter, Dienstleistungen, Marken, Ideen, ...) Sicherlich hätte ich mich da mit den Definitionen vorher (und auch jetzt noch) mehr auseinander setzen müssen.

    Hiervon ausgehend: Was hat dieser Beitrag hier zu suchen?
    Wir brauchen zum Leben nur sehr wenig: Essen, Trinken, Luft, (ggf. Liebe). Darüber hinaus gibt es einige Dinge, die Menschen für die Ausübung ihres Berufes, ihrer Freizeitaktivitäten gerne haben wollen: die wichtigsten Werkzeuge, Fahrrad, Küchenutensilien, etc.
    Und dann gibt es eine sehr große Menge von Dingen, die oft nur noch minimale bis gar keine Funktion haben, die Leute nur noch kaufen, um sie zu haben: Bei Desserts zum Beispiel: Dahni Sahne, Froop, Duftkerzen, Energy drinks, neue Autos, Modetrends
    ... Diese Dinge würden Menschen entweder gar nicht kaufen, wenn sie nicht vermarktet werden würden oder zummindest wesentlich seltener kaufen ( sonst würde ja auch kaum ein Unternehmer Geld in Werbung stecken).
    Was hat dieser Beitrag hier zu suchen? Sollte man in seiner Arbeit nicht ab und zu mal halt machen und überlegen, was für Konsequenzen sie in grösseren Zusammenhängen hat. Welche Auswirkungen hat das, was ich gerade mache, auf meine Umwelt, auf andere Menschen? Was bewirke ich über das "Geld verdienen" und "mein Unternehmen voran bringen" hinaus?
    Die Ressourcen sind endlich und werden knapper. Zum Beispiel sind 90% der Fischbestände bereits aus den Weltmeeren gefischt, der Fischfang aber weiter ausgebaut. Bis 2050/2060 wird es voraussichtlich keine Fische in den Weltmeeren mehr geben. (Für Aquakulturen wird das Futter auch aus dem Meer gefangen) Sollte ich dann noch eine Werbecampagne für einen
    Fish-Mac machen, den keiner wirklich braucht?
    Ebenso Peak Oil (Öl wird in der Produktion fast jeden materiellen Produktes gebraucht), Holz, Wasser (Nestle Pure Life)...

    JonasB: Stimme dir voll zu, nur glaube ich nicht, dass wir hier mehr Wohlstand brauchen, eher mehr Wohlsein.

    Danke auf jeden Fall für eure Antworten :-)

  5. #5
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    Im Marketing versuchen wir doch Leute dazu zu bewegen, Dinge zu kaufen, die sie nicht zum Leben brauchen, oder? Das, was wirklich notwendig ist, kaufen sich die Leute ja auch so.
    Würde ich so nicht unterschreiben. Es wird zum Beispiel Marktforschung bei einer klar definierten Leidens-Zielgruppe betrieben, um deren Bedürfnisse zu kennen. Somit wird das Produkt maßgeschneidert nur für sie gemacht und nicht etwas aufgedrängt, was sie nicht wollen.



    Das, was wirklich notwendig ist, kaufen sich die Leute ja auch so.
    Genau, und die Leute kaufen dann beim Händler, der in ihrer Wahrnehmung eingedrungen ist.
    Wir leben in einer kommunikationsüberfluteten Gesellschaft, unser Gehirn ist zu klein um alles zu verarbeiten.
    Marketing transportiert die Informationen so, dass wir sie aufnehmen können.

    muss es dann nicht gegen unser Interesse sein, dass Leute etwas kaufen, dass sie nicht brauchen,
    Du beschränkt Marketing zu sehr auf Wirtschaft. Wie ist deine Meinung zu Selbstmarketing? Bewerbungsgespräche, Dating usw...?

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Bergwanderer Avatar von Manfred
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    Zitat Zitat von Natalz Civonamhar Beitrag anzeigen
    ......Somit wird das Produkt maßgeschneidert nur für sie gemacht und nicht etwas aufgedrängt, was sie nicht wollen.
    Wenn das nur so wäre
    Oft, gerade in der Geld verdienen Nische, ist das angebotene "Produkt" wirklich so unnötig wie ......

  7. #7
    Benutzer Spaziergänger
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    Zitat Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
    Wenn das nur so wäre
    Oft, gerade in der Geld verdienen Nische, ist das angebotene "Produkt" wirklich so unnötig wie ......
    Aufgedrängt wird einem immer was, nur werden es die Leute nicht kaufen, weil sie komplett etwas anderes wollen.

    Oder meinst Leute, die naiv durch das Leben gehen und mit großer Freuden einen Weg um "schnell reich zu werden" suchen?

    Die bekommen doch das, was sie wollten ;-)

  8. #8
    Administrator Bergwanderer
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    Zitat Zitat von mkITtrue Beitrag anzeigen
    ...die Leute nur noch kaufen, um sie zu haben: Bei Desserts zum Beispiel: Dahni Sahne, Froop, [...] Energy drinks, [...]
    Hierbei handelt es sich um Konsumgüter des alltäglichen Bedarfs, die entsprechenden Kategorien zugeordnet sind, die seit Jahrzehnten und auch heute zum Lebensstandard gehören: Molkereiprodukte/Joghurt, Erfrischungsgetränke.
    So etwas kauft man nicht, um es zu besitzen. So etwas kauft man, weil man es sinnvoll nutzen (nämlich konsumieren) will.


    ... Diese Dinge würden Menschen entweder gar nicht kaufen, wenn sie nicht vermarktet werden würden oder zummindest wesentlich seltener kaufen ( sonst würde ja auch kaum ein Unternehmer Geld in Werbung stecken).
    Produkte aus oben genannten Kategorien würden heutzutage auch ohne Vermarktung genau so häufig gekauft werden, denn solche Güter gehören zum Lebensstandard und werden ohne genauere Vorbereitung/Planung gekauft und häufig konsumiert - das Marketing hilft hier lediglich dabei, ein bestimmtes Produkt aus dieser überfüllten Produktsparte herauszuheben.

    Das lernt man btw normalerweise in jeder Marketing-Vorlesung.


    Sollte ich dann noch eine Werbecampagne für einen
    Fish-Mac machen, den keiner wirklich braucht?
    Sollte man dann auch keine Werbung für Thunfisch mehr machen? Oder Seelachs? Oder Forelle?
    Im Übrigen sind auch dies Konsumgüter des alltäglichen Bedarfs.



    Anstatt das Marketing hier in Frage zu stellen, sollte man lieber die mangelhafte Förderung von Alternativen und Technologien kritisieren.

    Wieso gibt es keine ausreichend kontrollierten Regulierungen für den Fischfang?
    Wieso gibt es nicht genügend Aquakulturen für bedrohte Meerestiere?
    Welche Alternativen zu Öl lassen sich entwickeln/einsetzen?

    Das ist nicht Aufgabe des Marketings.
    Wenn dich solche Dinge (Förderung von Nachhaltigkeit, Forschung) interessieren, solltest du dich vielleicht eher in eine andere Richtung orientieren.

  9. Die folgenden Mitglieder bedankten sich für diesen Beitrag:


  10. #9
    Erfahrener Benutzer Wanderer
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    Nein. Ich kann dich nicht beruhigen. Aber welche Arbeit man auch verrichten mag, man arbeitet immer für das System und ist dann auch mitschuldig. Zumindest wenn es so etwas wie Schuld eigentlich gibt.

    Wir glauben in die freie Marktwirtschaft und in der freien Marktwirtschaft kann jeder produzieren und vermarkten was er will. Und um dieses System grundlegend zu ändern bedarf es einer Revolution. Der freie Mensch ist produktiver als eine Planekonomie und darüber hinaus fördert der Welthandel, weil die Völker wirtschaftlich voneinander abhängig werden, auch den Weltfrieden.

    Irgendwann in grauer Vorzeit haben sich wilde Stämme (Jäger und Sammler Stämme) dazu entschlossen um zusammenzuarbeiten und dadurch reicher zu werden. Um zusammenarbeiten zu können mussten sie viele Freiheiten aufgeben und sich einer zentralen Instanz (König, Fürst etc.) unterwerfen. Einer Instanz die Recht sprechen und seinen Untertanen dieses Recht auch aufzwingen kann. Die Wilden wurden dadurch gezähmt (zivilisiert) und Untertanen dieser Instanzen. Im Lauf der Jahrtausende hat dies zu unserer heutigen Ekonomie geführt.

    Die meisten Menschen glauben nicht mehr in Gott. Sie glauben in den Menschen und seine Fähigkeiten. Wir sind das intelligente Tier und haben uns langsam nach der heutigen Situation hin entwickelt. Völker die zurückgeblieben sind bekommen Entwicklungshilfe um ihren Rückstand in der natürlichen Bestimmung des Menschen schneller einholen zu können. Das Ganze kann nicht aufgehalten werden. Und weltweit schon gar nicht. Wir werden es überleben oder daran zugrunde gehen. Wie die Fossile von Urtieren die aus irgendeinem Grund nicht gut genug waren und darum ausgestorben sind.

    Das System will unsere Seelen. Um später belohnt zu werden (Erfolg zu haben) muss man sich erst vor ihm verbeugen, vor ihm im Staub kriechen und ihm gehorchen (zur Schule gehen, fleissig lernen und so weiter). Wir haben eine freie Marktwirtschaft, aber keine freie Gesellschaft. Die Ekonomie ist wie ein grosses Monstrum dem wir alle gehorchen müssen und zu dessen Dienern wir erzogen und abgerichtet werden. Inzwischen gibt es über 6 Milliarden Menschen auf der Erde und ohne Industrie und wirtschaft müssten die meisten davon sterben. Es gibt kein Zurück mehr. Stillstand ist Rückschritt und wir brauchen daher immer neue Produkte um allen Menschen ein Einkommen geben zu können. Würden wir uns nur auf unsere elementären Lebensnotwendigkeiten beschränken wären die Meisten arbeitslos und ohne Perspektive.

    Um uns davon befreien zu können bräuchten wir einen anderen Sinn im Leben. Wir müssten wieder zu Gott zurückkehren oder werden wie das System in Nord-Korea. Nicht Jeder würde daran glauben und daran mitmachen wollen und diese Leute müssten dann unterdrückt werden. Damit wäre alles vorbei worin wir glauben und was uns Hoffnung auf eine bessere, menschlichere, Zukunft gibt.

  11. #10
    Erfahrener Benutzer Bergwanderer Avatar von Manfred
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    Szubsa, (wenn ich recht weiß Manfred?)

    ich habe lange überlegt ob ich auf deine Zeilen entwas schreiben soll und habe mich dann dagegen entschieden.
    Halt nein, ich will dir doch noch etwas antworten.

    Auf deine Weltanschauung müsste eine philosophische Diskussion folgen die hier nicht hingehört.
    Viele Wiedersprüche und "falsch eingeschätzte" Tatsachen solltest du dir nochmal überlegen.
    Wobei ich dir in einigen Punkten Recht gebe - aber es kommt auf den Standpunkt an.

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