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Thema: Website ging online - danach Anwaltsschreiben erhalten..

  1. #1
    Benutzer Spaziergänger
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    Website ging online - danach Anwaltsschreiben erhalten..

    Hallo,

    so..jetzt ist einige Zeit vergangen und ich kann über dieser Erfahrung schreiben ohne das mir mein Herz bzw. mein Geldbeutel blutet.. :-)

    Habe nach einiger Recherche eine Nische bzw. einen Trend im Reisebereich gefunden - hier gab es nur 1 großen Konkurrenten der auf Platz 1 bei Google war - sonst gab es keine ähnliche und weitere Website die diesen Trend aufgegriffen hat..da dacht ich mir, gut - da steig ich ein und habe mir nach langem überlegen eine ähnliche Domain gekauft wie die Konkurrenzwebsite (habe es nur mit einem Bindestrich getrennt) - sprich mit diesen 2 Keywords die auch die andere Website in der URL gehabt hat..

    Die Monetisierung sollte dann später über einen affiliatepartner erfolgen. Da ich für meine Website Hotels präsentieren wollte, habe ich, um sicher zu gehen zuerst mal 3-4 Hotels kontaktiert ob ich diese auf meiner Website präsentieren darf bzw. habe ich diese schon online gestellt damit sie sehen, wie es aussieht.

    1 Tag später kam eine Email von einem Anwalt - dieser wurde von der großen Konkurrenzwebsite beauftragt. In der Email stand das ich sofort meine Website offline stellen soll da ich gegen das Markenrecht verstosse und ich mit meiner Website beabsichtige, seinen Klienten finanziell zu schaden. Dazu muss ich die Anwaltskosten von über 1.500 Euro in den nächsten 2/3 Tagen überweisen. Da ich KEINEN Besucher auf der Website hatte bzw. die Konkurrenz website keinen finanziellen und Imageschaden gehabt hat - wollte ich das nicht so hinnehmen. Ich habe einen Rechtsanwalt kontaktiert, der meinte - das ich nicht in Panik verfallen soll da ich quasi unschuldig bin - ich soll ihm ca. 200-300 Euro überweisen da diese die realistischen Kosten sind für seine Arbeit und daraus lernen - aber nur, weil ich keine Rechtschutzversicherung gehabt habe. Er meinte, wir könnten das anfechten - nur müsste ich die Anwaltskosten bei negativen Ausgang selbst begleichen da ich keine Rechtschutzversicherung habe. Und das Risiko wollte ich nicht eingehen. Habe dann diesen Anwalt kontaktiert das ich nicht bereit bin diese Summe zu überweisen, nur die 300 Euro und ich die Website schon offline gestellt habe mit dem Hinweis das ich keine Besucher od sonstiges auf der Website hatte da sie erst wenige Tage alt war.
    Am gleichen Tag kam dann eine Kostenaufstellung von diesem Anwalt mit der bitte das ich umgehend diesen Beitrag von über 1,500 euro überweisen soll sonst gibt es in 2 tagen eine Klage gegen mich. Mit Rücksprache mit meinem Rechtsanwalt habe ich dann diese Summe überwiesen da wir es anscheinend mit einem "Hardliner" zu tun gehabt haben...

    Tja..was ich daraus gelernt habe und ich jeden Online Marketer zu Herz lege... das ich JEDEN Begriff im Markenschutzregister checke..und das ich mir in naher Zukunft eine Rechtsschutzversicherung abschließen werde...

    Hier einige Links wo man sich über das Markenrecht informieren/checken kann:

    schutzrechte-online.de | Marken Quick-Check
    Markenauskunft.de ? Intelligent und kostenlos nach Marken suchen
    Registerauskunft des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)
    Markenanmeldung Österreich | LÜBECK

  2. Die folgenden Mitglieder bedankten sich für diesen Beitrag:


  3. #2
    Erfahrener Benutzer Klettersteiger
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    echt heftig

  4. #3
    Moderator Klettersteiger
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    Das ist natürlich krass und sollte für jeden als Warnung herausgehen. Danke für dein Bericht! Bei Markenrecht verstehen die Unternehmer leider kein Spaß. Ich habe das Glück, das in meiner Stadt(von 3 Ämtern in Dtl) das Patent und Markenamt fast vor der Haustür liegt...
    Ich hoffe du hast einen Experten beauftragt, denn solch eine Summe ist nicht zulässig für Privatpersonen. Leider gibt`s viele Anwälte die sich kaum mit Internetrecht auskennen, daher würde ich immer bei Anwälten mich beraten lassen, die sich auf Netrecht spezialisiert haben und einige Gerichtsentscheide kennen. Um die angegebene Summe realistisch einschätzen zu können.

    Edit: Langsam überlege ich wirklich ob ich eine Versicherung abschließen soll für Webseiten. Da ist man auf mehrere tausend EU abgesichert, gegen jegliche Abmahnungen und Fallen im Internet.
    Geändert von Alex (18.07.2012 um 10:14 Uhr)

  5. #4
    Benutzer Spaziergänger
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    Nein, leider habe ich da keinen Experten beauftragt da ich keine Rechtsschutzversicherung habe und ich einfach diese Sache abschließen wollte - somit habe ich diese Summe gezahlt. Aber so wie du schreibst sollte man da zu einen Experten gehen der das Internetrecht kennt.
    Der Begriff ist zwar als Marke in Österreich eingetragen - ich bin zwar Österreicher aber die Website war eine .net Adresse und da alles so schwammig für einen "nicht-experten" ist weiß ich nicht ob das österr. markenrecht auch für eine .net Adresse gilt da ich ja sagen hätte können, das ich überhaupt nicht im österreichischen "markt" tätig sein wollte und nur User von Deutschland ansprechen wollte..kA...für mich ist die Sache abgeschlossen und ich versuche jetzt diese Summe mir wieder mit anderen Projekten wieder zu holen... :-)

    Wollte am liebsten gleich 4-5 Websiten starten die auf dieses keyword gezielt hätten OHNE den markennamen in der Domain zu haben aber ich habe es dann auch gelassen weil ich nichts mehr mit dem zu tun haben wollte...

  6. #5
    Moderator Klettersteiger
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    @hanmat
    Wollte am liebsten gleich 4-5 Websiten starten die auf dieses keyword gezielt hätten OHNE den markennamen in der Domain zu haben aber ich habe es dann auch gelassen weil ich nichts mehr mit dem zu tun haben wollte...
    Kann ich verstehen.

    Wie siehts mit Haftpflicht aus, in Österreich? Ich habe letztens mal wieder meinen Vertrag ausgekrammt und habe festgestellt, dass ich auch bis zu einer gewissen Summe im Internet versichert bin...

    Ja, sowas vergisst man nicht und ist eine Lehre. Ich kann dir mal eine Geschichte erzählen, ich hatte einen Dozenten gehabt, der hat sich vor paar Jahren das alte Logo von Erfurt schützen lassen bzw. er hat sich die Rechte aufgekauft. Sein Hobby war, abends zu sitzen und Abmahnungen zu schicken, an die Webseitenbetreiber die noch das alte Logo verlinkt haben... So ein A****, dachte ich damals und er war noch stolz darauf.

  7. #6
    Erfahrener Benutzer Bergwanderer Avatar von Thomas Rith
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    ...ähnliche Domain gekauft wie die Konkurrenzwebsite (habe es nur mit einem Bindestrich getrennt) - sprich mit diesen 2 Keywords die auch die andere Website in der URL gehabt hat...
    Wie können normale Keywords geschützt sein? ... Würde mich mal interessieren, wie die Domain lautete...
    Freu mich auf dieses Forum und die entstehenden Diskussionen...

    Mich findet Ihr auch auf meinem Blog: Internet und Geld

  8. #7
    Erfahrener Benutzer Wanderer
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    Zitat Zitat von Thomas Rith Beitrag anzeigen
    Wie können normale Keywords geschützt sein? ... Würde mich mal interessieren, wie die Domain lautete...
    sehe ich eigentlich ähnlich. Solange da kein Firmenname oder ein einmaliger Produktname darin vorkommt, sollte es doch eigentlich erlaubt sein.

    Vielleicht bekommen wir ja die Domain
    Gruss Tobinger
    (Hobby-Blogger, unter anderem mit www.tobinger.de)

  9. #8
    Benutzer Spaziergänger
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    naja..es ist ein normaler Begriff wie zb.: Golfhotels (nur ein Beispiel) und dieser Begriff wurde in Österreich als Marke geschützt..

  10. #9
    Erfahrener Benutzer Wanderer Avatar von Rocky
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    das ist dermaßen abstrus, dass man einen allgemeinen Begriff schützen darf. Ich hätte da an deiner Stelle einen richtigen Anwalt für das Gebiet beauftragt und den Kampf angenommen.

    Wäre ganz cool, wenn Tim hier ein Statement abgeben könnte. Der ist ja vom Fach.

  11. #10
    Erfahrener Benutzer Bergwanderer Avatar von Sebastian Czypionka
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    Danke Dir für Deine offene Schilderung - ich hätte auch gekämpft und dann zurückgeschlagen!

    Jeder muss jedoch für sich selbst entscheiden, wie er damit umgeht und ich denke, hier gibt es auch kein Richtig oder Falsch, denn niemand kennt einen möglichen Ausgang, weil eben vieles im Internet noch schwammig ist.

    Eine entsprechende Rechtsschutzversicherung und die Überprüfung beim Markenrecht sind definitiv empfehlenswert.

    Bei dir umso ärgerlicher, weil es eigentlich ein recht gängiger Begriff war und Du noch nicht einmal angefangen hattest.

    So schnell wie das ging, müssen die ja einen Alert auf diese und ähnliche Domain-Registrierungen gehabt haben und eine Direktverbindung zu ihrem Anwalt!

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