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Thema: Tracking - welche Methoden gibt es?

  1. #1
    Administrator Bergwanderer
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    Tracking - welche Methoden gibt es?

    Angeregt durch diesen Thread möchte ich euch im Folgenden einmal die Funktionsweise der bekanntesten Trackingmethoden bei Partnerprogrammen näherbringen und Vorteile sowie Nachteile aufzählen.

    Wer sich also schon immer mal fragte, wie genau ein Affiliate Link funktioniert und welche unterschiedlichen Arten dieser Links möglich sind, ist hier richtig.



    1. Das Cookie Tracking
    Wie der Name schon sagt, wird bei dieser Methode beim Besuch der Webseite eines Affiliates (= Partner) auf dem Rechner des Besuchers ein Cookie gespeichert.
    Wenn der Besucher nun auf dieser Webseite einem Werbelink zur Merchant (= Werbetreibender)-Webseite folgt, kann dort mithilfe des gespeicherten Cookies festgestellt werden, von welcher Partnerwebseite der potentielle Käufer kommt.
    Damit kann der Merchant Besuchern, die durch Werbelinks von Partnerwebseiten auf dessen Seite gelangt sind, eindeutig einen Partner zuordnen (da der Cookie meist die Afilliate-ID speichert).

    Vorteile:
    • zeitpunktunabhängig: auch Käufe zu einem späteren Zeitpunkt können dem Affiliate zugeordnet werden
    • unauffällige Methode, Werbelink ist anhand der URL nicht erkennbar
    • Speicherzeit der Cookies individuell, meist jedoch 30 Tage oder mehr


    Nachteile:
    • Cookies müssen aktiviert sein
    • Cookies können einfach gelöscht werden (Ausnahme: Flash-Cookies)
    • Browserabhängig
    • Datenschutz ("der gläserne Kunde")




    2. Das URL-Tracking
    Hier werden die Affiliate-ID und gegebenenfalls weitere Parameter in die URL zum Merchant auf der Partner-Webseite integriert.
    Beispiel: hxxp://www.amazon.de?affiliate-ID=012345
    Anhand der übermittelten Parameter kann der Merchant den Affiliate genau identifizieren.

    Vorteile:
    • besonders für Anfänger geeignet, da einfache Implementierung
    • unabhängig von Browsereinstellungen


    Nachteile:
    • Spätere Käufe des Besuchers können dem Affiliate nicht mehr zugeordnet werden (es sei denn der Besucher speichert die komplette URL inkl. Affiliate-ID und weiterer Parameter ab)
    • sehr auffällige Methode, der Besucher erkennt den Werbelink sofort als solchen




    3. Das Datenbank-Tracking
    Einzelne übergebene Parameter, wie die Affiliate-ID und die Kunden-ID, werden in einer Datenbank gespeichert.

    Vorteile:
    • auch spätere Käufe des Besuchers können dem Affiliate eindeutig zugeordnet werden
    • besonders bei Lifetime-Provisionen hilfreich
    • der Besucher hat keine Möglichkeit, die Zuordnung zu einem Affiliate zu verhindern oder zu löschen


    Nachteile:
    • Datenschutz ("der gläserne Kunde")
    • Besucher können schon mit einer anderen ID einem anderen Affiliate zugeordnet sein




    4. Das Session-Tracking
    Beim Besuch einer Merchant-Webseite wird eine Session-ID angelegt und eine Sitzung eröffnet. Alle Aktionen die der Besucher innerhalb dieser Session tätigt, können eindeutig dem Affiliate zugeordnet werden.

    1. Methode: Autorisierung des Users:
    • Der User wird durch seine individuellen Anmelde-Daten (gewöhnlich Username + Passwort so wie hier im Forum) identifiziert und die Session dadurch aufrechterhalten.


    2. Methode: Hidden Fields:
    • Versteckte Formularfelder übermitteln beim Abschicken Informationen über den Besucher, denen so per POST-Methode eine Session-ID zugewiesen werden kann.


    3. Methode: URL Rewriting:
    • Normale URL: hxxp://server:port/servlet/ServletName
      Umgeschriebene URL: hxxp://server:port/servlet/ServletName?sessionid=1234
      Hier werden dem Besucher mittels GET-Methode über die URL bestimmte Parameter (z.B. eine Session-ID oder eine User-ID) zugewiesen. Das reicht aus, um die Session des Besuchers zu verfolgen. Allerdings ist bei dieser Methode die Implementierung durch den Merchant sehr mühsam, da dieser sicherstellen muss, dass die angefügten Parameter in der URL bis zum Beenden der Sitzung durch den Besucher erhalten bleiben und andere Besucheraktionen nicht mit den Parametern in der URL in Konflikt geraten.


    4. Methode: Cookies
    • Wenn der Besucher einen Request an den Server sendet, weist der Server dem Besucher eine Session-ID zu und schickt diese Information in Form eines Cookies an den Browser des Besuchers. Durch den Cookie kann der Besucher identifiziert werden.
      Wenn Cookies deaktiviert sind, funktioniert diese Methode also nicht. Alle anderen Methoden funktionieren ohne Cookies.


    Vorteile:
    • bei deaktivierten Cookies möglich
    • versteckte Aktivierung über Formularfelder möglich


    Nachteile:
    • nur Aktionen des Besuchers innerhalb der Session können dem Affiliate eindeutig zugeordnet werden
    • bei einem Timeout oder dem Schließen des Browserfensters wird die Session beendet




    5. Das Pixel-Tracking
    Diese Methode wird häufig von Affiliate-Netzwerken eingesetzt.
    Hierbei wird ein Pixel in den HTML-Code einer oder mehrerer Seiten des Merchants integriert (z.B. in der "Danke für Ihre Bestellung"-Seite bei Amazon) sowie ein HTML-Schnipsel in die Webseite des Affiliates eingebunden.
    Der Besucher der Affiliate-Seite wird dann durch einen Klick auf einen Werbelink für den Bruchteil einer Sekunde über das Affiliate-Netzwerk (dort wird ein Cookie gesetzt) und von dort zur Merchant-Webseite geleitet. Führt der Besucher nun auf dieser Webseite eine gewünschte Aktion aus und landet auf einer Seite mit einem Tracking-Pixel, kann das Affiliate-Netzwerk den Besucher einem Affiliate eindeutig zuordnen.

    Vorteile:
    • zeitpunktunabhängig: auch Käufe zu einem späteren Zeitpunkt können dem Affiliate zugeordnet werden
    • Speicherzeit der Cookies individuell, meist jedoch 30 Tage oder mehr
    • funktioniert auch bei deaktiviertem JavaScript


    Nachteile:
    • Cookies müssen aktiviert sein
    • auffällig, da der Besucher nur durch einen (kurzen) Umweg über das Affiliate-Netzwerk zum Merchant gelangt
    • beim Affiliate: schlechte Ladezeiten des Affiliate-Netzwerks wirken sich negativ auf die Ladedauer beim Anklicken eines Werbelinks aus
    • beim Merchant: schlechte Ladezeiten des Affiliate-Netzwerks wirken sich negativ auf die Ladezeiten der eigenen Webseite aus
    • Cookies können einfach gelöscht werden




    Ich hoffe diese kleine Zusammenfassung hilft dem einen oder anderen zu einem besseren Verständnis der verschiedenen Affiliate-Links :)

  2. Die folgenden Mitglieder bedankten sich für diesen Beitrag:


  3. #2
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    Schöne Zusammenfassung, wusste gar nicht, dass es dermaßen viele Tracking Methoden gibt.

  4. #3
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    Sehr schön! Das Session-Tracking stimmt aber nicht:
    ...bei deaktivierten Cookies möglich
    Sessions sind Cookies.
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  5. #4
    Administrator Bergwanderer
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    Zitat Zitat von kourty Beitrag anzeigen
    Sehr schön! Das Session-Tracking stimmt aber nicht:

    Sessions sind Cookies.
    Hi kourty, danke für das Lob.
    Allerdings sind Sessions definitiv keine Cookies.

    Hier nun die verschiedenen Methoden des Session-Tracking zum besseren Verständnis, warum Sessions keine Cookies sind:

    1. Methode: Autorisierung des Users:
    • Der User wird durch seine individuellen Anmelde-Daten (gewöhnlich Username + Passwort so wie hier im Forum) identifiziert und die Session dadurch aufrechterhalten.


    2. Methode: Hidden Fields:
    • Versteckte Formularfelder übermitteln beim Abschicken Informationen über den Besucher, denen so per POST-Methode eine Session-ID zugewiesen werden kann.


    3. Methode: URL Rewriting:
    • Normale URL: hxxp://server:port/servlet/ServletName
      Modifizierte URL: hxxp://server:port/servlet/ServletName?sessionid=1234
      Hier werden dem Besucher mittels GET-Methode über die URL bestimmte Parameter (z.B. eine Session-ID oder eine User-ID) zugewiesen. Das reicht aus, um die Session des Besuchers zu verfolgen. Allerdings ist bei dieser Methode die Implementierung durch den Merchant sehr mühsam, da dieser sicherstellen muss, dass die angefügten Parameter in der URL bis zum Beenden der Sitzung durch den Besucher erhalten bleiben und andere Besucheraktionen nicht mit den Parametern in der URL in Konflikt geraten.


    4. Methode: Cookies (das meintest du wahrscheinlich...)
    • Wenn der Besucher einen Request an den Server sendet, weist der Server dem Besucher eine Session-ID zu und schickt diese Information in Form eines Cookies an den Browser des Besuchers. Durch den Cookie kann der Besucher identifiziert werden.
      Wenn Cookies deaktiviert sind, funktioniert diese Methode also nicht. Alle anderen Methoden funktionieren ohne Cookies.



    Habe das oben zum besseren Verständnis angefügt.
    Geändert von Henry (09.09.2012 um 10:12 Uhr)

  6. #5
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    Wenn Cookies deaktiviert sind, funktioniert diese Methode also nicht. Alle anderen Methoden funktionieren ohne Cookies.
    Zunächst einmal haben nicht alle Server dies eingestellt. Zudem funktionieren die anderen Methoden eben nicht so gut wie Cookies! Schließt der User das Fenster, um später zur Seite über eine andere Quelle wiederzukehren (bspw. über eine direkte Eingabe der Seite), kann der Server den Clienten nicht wiedererkennen.
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  7. #6
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    Hallo kourty,

    etwas anderes habe ich oben auch nicht behauptet. Meine Aussagen sind somit allesamt völlig korrekt. Oder was stört dich genau?
    Keine Ahnung, was du mir jetzt mitteilen willst.

  8. #7
    Erfahrener Benutzer Wanderer
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    Mich stört gar nichts, aber faktisch sind Sessions wie Cookies. (außer sie sind ausgeschaltet, dann greifen andere Methoden, wie du ja oben geschrieben hast) Hier ein Zitat von Stackoverflow:
    Both sessions and normal cookies are normal cookies
    Ich finde deine Aufstellung super, nur wenn bei sowas noch Fehler oder Ungenauigkeiten sind, sollte man darauf hinweisen, damit die Aufstellung eben noch besser wird
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  9. #8
    Administrator Bergwanderer
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    Naja, da gibt es dann wohl verschiedene Ansichten.

    Ich bin gerade weil es andere Methoden gibt und die weitläufige Meinung in Fachbüchern und im Web mit meiner persönlichen Erfahrung & Meinung übereinstimmt der festen Auffassung & Überzeugung, das Sessions definitiv keine Cookies sind und sehe somit keinen Fehler in meiner Aufstellung.

  10. #9
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    Ich hatte das bisher so verstanden, dass Cookies Dateien sind, die auf dem PC des Besuchers gespeichert werden. Sessions hingegen sind Dateien, die auf dem Webserver gespeichert werden. Die Weitergabe der SessionID kann dann auf verschiedene Weise (wie sunshine angesprochen hat) erfolgen, so z. B. per hidden field oder als Cookie.

  11. #10
    Erfahrener Benutzer Wanderer
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    Im Prinzip habt ihr ja beide Recht.

    Einem Besucher wird beim Aufruf Ihrer Website eine eindeutige ID, die sogenannte Session-ID, zugeordnet. Diese wird entweder benutzerseitig in einem Cookie abgelegt oder in der URL übermittelt.
    PHP: Einführung - Manual

    Es gibt normale Cookies, die sind z.B. in PHP via $_COOKIE greifbar (setcookie() zum Setzen), und es gibt sogenannte Session-Cookies. Das ist das, was ich oben zitiert habe. Die eindeutige Session-ID wird in diesem Fall als Cookie abgelegt.
    Das "oder in der URL übermittelt" sieht man ja auch häufiger mal, das sind diese langen URLs, die so etwas wie "sid=irgendwasganzlanges" enthalten.

    Ist man klugscheißerisch muss man aber klar sagen, dass Cookies keine Sessions sind, Sessions aber über Cookies laufen können. Sessions sind aber keine Cookies.
    Da gibt es übrigens auch nichts dran zu diskutieren ... und nicht nur, weil ich das jetzt geschrieben habe, sondern weil es einfach so ist.

    Es gibt mehr als nur das Internet! - privater Blog - Hauskauf-Blog

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